Episode 16 – Xian

Eigentlich sollte dieser Beitrag einer der Highlights unserer Reise sein. Eigentlich. Wieso das überhaupt nicht zutrifft, wieso Xian eine der größten Enttäuschungen meines Reiselebens ist, all das erläutere ich euch in den folgenden Sätzen.

Mittem in städtischen Nirgendwo

Die Zugverbindung von Chengdu nach Xian ist unterdurchschnittlich miserabel, da keine Schnellzüge verkehren. Die Liegen in den langsamen Zügen waren schon für mehrere Tage ausgebucht und auf eine sechzehnstündige Fahrt im Sitzen hatten wir beide keine Lust -zumal wir da auch unseren Plan hätten ändern müssen, da es für den gewünschten Reisetag nicht mal mehr Sitzplatzkarten gab.
Erstaunlicherweise fanden wir einen Bus, der uns in etwa 10-12 Stunden ans Ziel gebracht hat und auch etwas weniger als der Zug gekostet hat. Soweit, so gut.

Der Bus setzte uns im Nordosten der Stadt ab, etwa 2 Kilometer östlich des Bahnhofs. Was erstmal „okay“ klingt, war aber leider nicht so okay. Der Bahnhof war von dieser Seite aus nicht zu Fuß zu erreichen, es hielt absolut KEIN Taxi an und wir wussten nicht, welchen Bus wir in die Innenstadt hätten nehmen können. Alle Versuche mit den umstehenden Passanten zu kommunizieren, schlugen aus den verschiedensten Gründen fehl. Am Ende stiegen wir einfach in irgendeinen Bus und entschieden uns, die Route auf Maps nachzuverfolgen -sobald der Bus in die falsche Richtung abbiegt, steigen wir am nächsten Halt aus. Der Plan war im ansatz gar nicht so übel, scheiterte aber an unserer Konsequenz. Wir machten eine falsche Abbiegung mit, in der Hoffnung der Bus umfährt nur einen Block und dreht dann wieder ab. Leider lagen wir falsch und fuhren so unnötigerweise in eine Richtung, die uns nur bedingt von Nutzen war. Ich zeige euch das mal anhand dieser kleinen Grafik:

xian1

Auch wenn das jetzt überhaupt nicht weit aussieht: Xian ist, wie alle Städte in China, unglaublich riesengroß. Die mit dem Bus zurückgelegte Strecke (rot) beläuft sich schon auf rund 5km, die Gesamtstrecke bis zum Hostel sind insgesamt 8km.

Rassistische Taxifahrer

Wir standen nun also woanders in der Stadt. Auf der X-Achse haben wir gute Meter gemacht, leider waren wir auf der Y-Achse noch beinahe unverändert und dementsprechend weit weg. Die logische Alternative wäre ein Taxi gewesen, also probierten wir das. Es blieba ber auch beim probieren. Viele Taxifahrer hielten gar nicht erst an, manche hatten kein Bock sobald sie gesehen haben, dass wir Ausländer sind und noch andere ließen sich nicht darauf ein, via Google Translator mit uns zu kommunizieren. Wir verschwendeten gute 30 Minuten an rassistische Taxifahrer, ehe wir es, vollkommen entnervt, aufgaben. Wir trotteten los, in die richtige Richtung, und wussten auch nicht so recht weiter. Plötzlich hielt neben uns eine Frau mit einer Art Tricycle. Das Motorrad war, chinesisch konform, selbstverständlich elektrisch und die Fahrerkabine war hinter dem Motorrad angebracht, ähnlich diesen dreirädrigen Nutzfahrzeugen. Wir handelten einen passenden Preis aus und ließen uns die restlichen Kilometer chauffieren.

An dieser Stelle möchte ich noch mal anmerken, dass ich wirklich gerne zu Fuß unterwegs bin und es mir eigentlich NICHTS ausmacht, mal ein paar Kilometerchen zu Fuß zu gehen. Mit den, je nach Nahrungsmittelstand, 25-30kg Gepäck auf dem Rücken spürt man jeden Kilometer aber auch nach dem Gehen noch, deswegen lege ich es nicht unbedingt darauf an 😉

Das Leben in der Streichholzschachtel

Wir hatten ein paar Hostels zur Auswahl, den Zuschlag bekam ein Zweig der „Travelling With“ Kette, bei denen wir in Nanning schon übernachtet haben. Wir dachten uns, dass innerhalb der Kette bestimmt eine Art Standard vorherrscht und wir so vor einer bösen Überraschung bewahrt werden.

Oh wie falsch wir doch lagen!

Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Der Check-In verlief ja noch human und der Ersteindruck in der Lobby war auch voll okay. Als wir dann im dritten Stock in unser 4er Dorm Zimmer kamen, gab es den ersten kleinen Dämpfer. Irgendwie hatten sie es geschafft, zwei Doppelstocketten in einen Raum zu stellen, in denen andere Leute nicht mal ihr Moped parken können. Mir fällt gerade kein passender Vergleich ein, darum wird es mal wieder Zeit für eine ultimative Paint-Skizze:

bett.png

Blau = Hochbett

Klar soweit? Der Platz für Taschen und zum Bewegen war dementsprechend klein. Aber gut, ich bin ja nur zum Schlafen da, nicht zum Tanzen, richtig?
Die erste Nacht war noch ganz okay. Mit uns im Zimmer war ein Mädchen aus China, dass den ganzen Tag nur mit ihrem Macbook beschöftigt war und ein Typ aus Freiburg, der nach 3 Monaten Praktikum in Beijing noch mal ein bisschen Urlaub macht, bevor er zurück nach Deutschland fliegt. Der Typ war ganz nett, für meinen Geschmack aber ein bisschen zu enthusiastisch. War aber auch mal nett, wieder mit irgendwem (von Miriam mal abgesehen) ein paar deutsche Sätze zu wechseln.
Was nicht so okay war, waren die Duschen und Toiletten. Wir mussten vom zweiten in den dritten Stock laufen, um auf die sanitären Einrichtungen zuzugreifen. Das wäre noch in Ordnung gewesen, wenn ebendiese nicht so widerlich gewesen wären. Mein lieber Herr Gesangsverein. Zwei der drei Toiletten haben so intensiv nach Urin gestunken, dass ich beinahe aus Reflex auf den Boden gebrochen hätte (ich nennen das den „U-Bahn-Klo-Effekt“). Das große Waschbecken vor den Toiletten hat auch schon länger keinen Lappen mehr gesehen. Und die Dusche? Tja…in der Dusche lag mehrere Tage der gleiche Müll auf dem Boden (hier wurde also auch nicht geputzt) und der gesamte Raum strahlte einen widerlichen Geruch ab. Im Endeffekt war die Dusche aber noch der angenehmste Raum.

Clubhostel oder Hostelclub? Fehler im Businessplan!

Ich verlasse jetzt mal die chronologische Erzählung und bleibe beim Hostel, der Empärung wegen.
Auf dem Dach des Hostels war ein Dachcafé/Bar/Whatever, wie das eben öfter so ist. In der ersten Nacht haben wir dem Ding keine besondere Bedeutung beigemessen, dafür gab es auch keinen Grund. In der zweiten oder dritten Nacht allerdings wurde das dort oben zur heißgeliebten Partyzone. „Sei doch kein Spießer!“, könnte man jetzt sagen. Bin ich auch nicht. Alles verkraftbar. Leider war das keine Party, an der Hostelgäste teilgenommen haben. Das Ding auf dem Dach war offen für alle und dementsprechend voll mit Gästen von außerhalb. Zur unglaublich lauten elektronischen Musik (bis 3h morgens oder so) gesellten sich also auch noch Teeniegekreische, Geschrei, Streit und Auseinandersetzung im Treppenhaus. Geil. Die allergrößte Scheiße allerdings ist Scheiße im wahrsten Sinne des Wortes: Die „fremden“ Leute, die sich oben in der Bar haben vollaufen lassen, müssen natürlich auch mal auf Toilette. Jetzt ratet mal…genau!

ES GIBT NUR EINE TOILETTE.

Ich finde es, bis heute, so dreist, als zahlender Übernachtungsgast auf die gleichen Toiletten angewiesen zu sein, die auch besoffene Jugendliche für ihre Feierei benutzen. So stand ich dann da, beim Zähneputzen, während neben mir das Partyvolk, schon schwankend, rauchend am Waschbecken stand (Rauchverbot, übrigens), besoffene Typen versuchten beim Pinkeln nur die Schüssel zu treffen (erfolglos) und ich mich angaffen lassen musste, als sei ich von einem anderen Planeten. Mir wurde dann sofort klar, wieso hier alles so versifft aussieht, wie es nunmal aussieht. Frech war es allemal.

Und wie war Xian jetzt so?

Ich hab auch gar nicht viel Lust, noch irgendwas zu dieser Stadt zu schreiben. Sie ist okay. Xian ist okay, aber Xian ist auch riesengroß. Xian ist eine Stadt in China. Irgendwie sind die alle gleich.
Es gibt das Muslim-Quarter, in dem man in relativ engen Gassen jede Menge Essen und andere Leckereien kaufen kann. Da rund 95% aus totem und gegrillten Fleisch bestehen, ist das als Vegetarier eine relativ unnütze Veranstaltung, dort herumzulaufen. Wir sind dort trotzdem langgeschlendert. Ich muss aber sagen, wenn man schon sehr viel über solche Märkte getingelt ist (Vietnam, Malaysia und auch China), stellt sich auch irgendwann das Gefühl ein, man hat schon alles gesehen.

Sowas wie eine schöne Fußgängerzone gibt es nicht. Es gibt ein paar Fußgängerzonen, aber schön oder sehenswert sind sie allesamt nicht. Also auch der Schaufenster- und Schlenderfreund wird hier eher nicht so glücklich, wie anderswo.

Was bleibt dann noch? Wieso fährt man überhaupt dorthin? Natürlich, klar, es geht um ..

Die Terrakotta-Armee

Ja, die Terrakotta-Armee. Sagenumwoben, weltberühmt und…langweilig. Langweilig. Wirklich langweilig. Es tut mir fast ein bisschen leid, diese Sehenswürdigkeit hier jetzt so herunterzustufen, aber ich kann mir leider auch nicht helfen. Ich habe selten etwas erlebt, dass von vorne bis hinten so überbewertet ist, wie diese „Tonfiguren“.

Wisst ihr, ich habe da irgendwie etwas erwartet, dass mich mystisch in seinen Bann zieht, dass irgendwie…interessant ist, fesselnd. Da lag ich leider falsch.
Wenn man vor Ort aus dem Bus steigt, folgt man einfach der Herde von Menschen bis zum Eingang. Nach dem Ticketkauf (ca. 20 EUR p.P.) und dem obligatorischen Sicherheitscheck läuft man weiter und weiter und weiter, bis man vor der ersten der drei Hauptgruben (Pits) ankommt. Ich kürze hier jetzt ab, weil mich sogar das Schreiben darüber schon wieder langweilt. In allen drei Pits wurden Terrakotta-Soldaten ausgegraben und Hallen gebaut, um die Ausgrabungen zu schützen und es gleichzeitig auch als Museum zu nutzen. Auf der Anlage finden gegenwärtig noch immer Ausgrabungen statt, da ist also noch lange nicht alles ausgebuddelt.

Danach ging es zurück ins supertolle Hostel wo wir Zeuge der supertollen Party wurden (siehe oben). War alles toll. Yeah. Ich hasse Xian.

Wieso um alles in der Welt die Terrakottaarmee so viel Prestige besitzt -es ist mir ein Rätsel. Ich würde es, Stand heute, von jeder Reise streichen und einen weiten Bogen um Xian machen, da die Stadt nichts zu bieten hat, was nicht auch andere chinesische Städte zu bieten haben. Auch die mehr oder minder beeindruckende Stadtmauer verliert ihren Reiz durch die schiere größe der gesamten Stadt. Für sowas empfiehlt sich dann eher ein Abstecher in eine kleinere Stadt -und genau diese suchen wir auch als nächstes auf. Pingyao ist der nächste Halt. Wieso und warum, dass erzähle ich beim nächsten Mal.

map7

Episode 15 – Leshan

In Europa bauen Menschen mit großen religiösen Ambitionen (und dem entsprechenden Kleingeld) riesengroße Kirchen, in Asien mag man gerne riesengroße Buddhas. Da das mit dem Materialeinsatz vor vielen Jahrhunderten noch so eine Sache war, nahm man für besonders ambitionierte Projekte eben das, was sowieso schon da war: Stein. Und um sich um die Gesetze der Statik (kannte man die Griechen hier schon zu dieser Zeit? Ich weiss es nicht) nicht zu viele Gedanken machen zu müssen, stapelte man die Steine nicht aufeinander, nein, man haute sein Kunstwerk in den Stein.
Was bis hierhin ziemlich unspektakulär klingt ist auch eigentlich ziemlich unspektakulär -wenn es da nicht ein entsprechendes Detail gäbe: Es handelt sich hiermit mit beeindruckenden 71m Höhe um die größte Buddha-Statue der Welt.

img_5140

Erbaut (oder gemeißelt) wurde der Gute letztendlich im Jahre 803, der Baubeginn reicht aber rund 90 Jahre zurück. Wie auch heute bei BER oder S21 oder der Elbphilharmonie stockte der Bau zwischenzeitlich aufgrund von Geldmangel (Brandschutz war damals noch kein großes Thema), heutzutage sticht sich dafür aber niemand mehr die Augen aus.

Mal wieder mit dem Bus fahren

Und diesmal auch etwas länger. Der große Buddha von Leshan steht nämlich, oh Wunder, in Leshan, das seines Zeichens ca. 140km südlich von Chengdu liegt. Die Reise ging, wie so oft, im abgetakelten Nikotinbus unserem Ziel entgegen. In Leshan endet der Bus am Busterminal, wie es ab dort weitergeht, wissen wir aber erstmal nicht. Schilder gibt es keine, Informationen auch nicht. Wir halten uns dann an zwei chinesischen Mädels, die ebenfalls wie Touristen aussehen. Der Plan ging auf, eine zwanzigminütige Linienbusfahrt später standen wir vor dem Ticketschalter.

Auch hier muss ich wieder die Preispolitik bemängeln. Der Buddha von Leshan kostet 90 RMB Eintritt pro Person, das sind in etwa 12 EUR. Vielleicht bin ich geizig, aber ich empfinde das als teuer.

Ein Tag an der frischen Luft und viel Bewegung. Fast.

Das weitläufige Gelände bietet auch noch andere Tempel und Pagoden, ein Souvenir-und-Essen-Dorf und viele kleine Plätze zum Ausruhen und Verweilen. Sobald man drin ist, kann man die vielen Wege in Hanglage frei erkunden.
Wenn man den Weg an den Fuße des Buddhas gehen will, und deswegen ist man ja eigentlich da, heisst es aber anstellen -ganz nach Freizeitparkmanier. Der aufmerksamlese Leser weiß ja mittlerweile, dass Anstellen dem chinesischen Durchschnittsbürger große Schwierigkeiten bereitet. So auch hier.

Das ist hier ist Krieg. Krieg!

Ich hatte nun schon zwei Wochen Zeit, mich darauf einzustellen, und an genau diesem Tag, in der prallen Sonne, durstig und ungeduldig, hatte ich keine Lust mehr, mich aus Gründen der kulturell bedingten Zurückhaltung zurückzuhalten. Nein! Wir haben uns angestellt und ich habe niemanden mehr vorbeigelassen. Niemanden. Hinter mir war so ein älterer Mann, der an jeder Ecke versucht hat, sich in der Innenkurve vorbeizumogeln. Ich legte meinen Arm mehr als einmal blockend auf das Geländer, benutzte den bösen Blick und, wenn nichts Anderes mehr helfen wollte, drückte ich auch ein wenig zuück. Es funktionierte: Der Mann (und auch sonst niemand) kam an mir vorbei. Etappensieg!

Weiter vorne, wir waren jetzt am Treppenabsatz angekommen, verengte sich der Weg erstmals. Das Gedrängel und Geschubse nahm zu und steigerte sich jetzt auf Aldi-Wühltisch-Level zu Beginn der Sonderangebotswoche. Ich kann allerdings überhaupt nicht in Worte fassen, mit welcher Dreistigkeit und Selbsvterständlichkeit hier abgedrängt und weggedrückt wird. Also wirklich gezielt und ohne Rücksicht auf Verluste. Da interessiert es auch keinen, dass Miriam und ich zusammengehören. Nein. Jeder ist sich selbst der Nächste. Ganz schlimm: Die Masse an Regenschirmen (aka Sonnenschirme) die jeder noch aufgespannt haben muss, um bloß nicht den Sonnenstrahlen ausgesetzt zu sein. Die Dinger landen dann auch regelmäßig im Gesicht -herrlich.

Ich habe am Anfang versucht, noch irgendwie ruhig zu bleiben. Ehrlich, ich habe es versucht. Es ging aber irgendwann einfach nicht mehr. Ich habe mich anstecken lassen und habe mitgemacht. Ich habe zurückgeschubst, bin Leuten auf den Fuß getreten, habe Wege abgeschnitten, weggedrückt. Mein Puls ging hoch, die Anspannung stieg. Ich gab ekinen Zentimeter mehr her, ich ließ nichts mehr zwischen uns kommen. Wenn jemand einen Fuß vor mich stellte, stellte ich beide vor den Übeltäter. Wenn mich jemand gegen den Arm drückte, verlagerte ich mein ganzes Gewicht. Wenn jemand versuchte, mich aus dem Gleichgewicht zu bringen, stemmte ich meine gesamte Masse von knapp 90 Kilo dagegen. Ja, Leute, nicht mehr mit mir. Ihr wollt das so haben? Ihr könnt es haben.
Und weil ich das alles nicht gerne gemacht habe, sondern nur aus einer defensiven Haltung heraus, rutschten mir auch hier und dort mal bösartige Vokabeln über die Lippen.

Am letzten Stück der Treppe angekommen, ebendiese war jetzt nur noch schmal genug für eine Person, wurde das wieder ein bisschen entspannter. Leute versuchten zwar immernoch vergeblich, dämliche Überholmanöver zu starten, scheiterten aber an ihrer eigenen Dämlichkeit (da sowieso kein Platz war). Ab huer konnten wir dann auch wieder ein paar Bilder machen.

 Das Bild mit den Löchern sagt eigentlich nichts aus. Es sind einfach nur Löcher im Stein. Ich muss sie dennoch zeigen, weil JEDER, absolut JEDER seine Finger reingesteckt hat und dabei irgendwelche erstaunten „AH“ und „OH“ Laute von sich gegeben hat. Herrje, es sind nur Lächer im Stein. Was für ein Wunder!

Am Fuße des Buddhas angekommen, war vom Gedränge nicht mehr viel zu spüren. Irgendwie war es ab hier sogar recht angenehm. Wir konnten noch ein paar Bilder machen und einfach mal den Anblick auf uns wirken lassen.

Die Dimensionen sind schon beeindruckend und es fühlt sich seltsam an, vor so einem Riesen zu stehen. Interessanter Fakt: Die ursprüngliche Intention hinter der Errichtung war, durch Buddhas Präsenz den anliegenden Fluss zu beruhigen. Tatsächlich gelang das auch vermutlich aber eher durch das abgetragene und im Fluss deponierte Geröll. Aus dieser Tatsache kann man auch als Religionskritiker etwas ziehen, denke ich 😉

Mir fiel dann leider ein, dass wir leider auch wieder hinauf laufen müssen. Das war dann der Part des Tages, der nicht so ganz zufriedenstellend war. Wir kamen zwar an einigen, in natürliche Höhlen geschlagenen, Sitz- und Ausruhmöglichkeiten vorbei, der Aufstieg war für mich trotzdem beschwerlich. Ich schwitzte wie ein Esel. Schon wieder Treppenstufen…

Anschließend erkundeten wir noch den Rest des Geländes (sparten aber das Touristendorf aus), erhaschten einen Blick von der anderen Seite und machten uns dann auf den Weg zurück nach Chengdu. Das alles verlief ohne Zwischenfälle und ohne erzählenswerte Erlebnisse.

Das war unser letzter Tag in Chengdu, als nächstes kommt die alte Kaiserstadt Xian an die Reihe. Wie die Fahrt dorthin verläuft und was uns da alles passiert ist, gibt es dann beim nächsten Mal. Bis dahin!

map7