Candelaria – Manila

Hallo Leute!

Ich habe mich jetzt seit einer Woche nicht mehr gemeldet, was einfach daran lag, dass entweder Strom, Zeit oder Internet gefehlt haben. Und ehrlicherweise muss ich auch zugeben: Schreiben am Tablet ist totaler Mist. Noch immer!

Nachdem wir von Henry weg sind, ging es weiter Richtung Norden nach Candelaria. Das dortige Resort war gut besucht und sowas wie eine Topadresse unter Filipinos. Wir bezogen unser kleines Poolside-Zimmer und erkundeten die Anlage. Der Pool war okay, der Strand auch. Das Restaurant war philippinischer Standard, also nichts weltbewegendes. Im Dienstleistungssektor gibts hier sowieso noch Nachholbedarf bei so einigen Hoteliers und Gastronomen 😉
Mein Highlight war die Fahrt nach Potipot Island, einer kleinen vorgelagerten Insel. Weisser Sandstrand, ruhiges, klares Wasser. Wow. Sowas habe ich vorher noch nie gesehen, ich war begeistert. Hab dann auch den ganzen Tag freudig darin geplanscht.
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Das war mein Weihnachten!
Nach zwei Nächten haben wir die Heimreise angetreten. Der Bus führte uns mit Umstieg in Olongapo direkt zurück nach Manila.
Dort besorgten wir noch etwas in einer Mall und gönnten uns den seltenen Luxus eines Taxis bis nach Hause. Es war ja auch schon ziemlich spät.
Dort angekommen stellten wir sofort die erste Ladung der Waschmaschine an, uns blieb ja nicht viel Zeit um unser gesamtes Reisegepäck auf Vordermann zu bringen. Am nächsten Tag war ja auch Hochzeit von M., zu der wir eingeladen waren. Freizeitstress!

Die Hochzeit war interessant und ganz schön, aber es mangelte an vegetarischen Optionen beim Abendessen. Uns blieb dann Reis mit Salat, Mango und Melone. Aber ich will mich nicht beschweren, wir sind das ja schon gewohnt 😉 Der europäische Vegetarier, sei an dieser Stelle erwähnt, is(s)t schon ziemlich verwöhnt.

Die Nacht war die Hölle. Dazu etwas vorab: Auf den Philippinen zu einer bestimmten Uhrzeit (Flug bspw.) an einem bestimmten Ort zu sein ist schwierig. Der öffentliche Nahverkehr besteht ja nur aus lose organisierten, aber privaten Tricycles, Jeepneys und Taxis. Die ersten Beiden fahren in der Regel nur feste Stammstrecken, Fahrpläne gibt es nicht. Der Betrieb ist dann zu den Nachstunden nicht mal mehr vorhersehbar und absolut abhängig von Glück. Taxis sind zwar total flexibel, es gibt aber keine Taxizentrale. Jeder Fahrer operiert für sich selbst. Einfach ein Taxi bestellen ist also nicht so einfach, wie man das gewohnt ist.
Wir mussten um 5 Uhr am Flughafen sein, welcher in der Theorie nicht sehr weit weg ist. Der aufmerksame Leser weiß aber mittlerweile, dass man in Manila für 2km mal 15 Minuten und mal 4 Stunden brauchen kann. Wir haben also ein kleines Nickerchen gemacht (zwei Stunden?) und sind dann gegen 0:30 Uhr wieder aufgestanden. Dann alles, was wir tagsüber im Waschmarathon gewaschen haben, in die Tasche gepackt, die Wohnung wieder saubergemacht (für Gäste in unserer Abwesenheit) und gegen 3 Uhr haben wir es dann gewagt mit einer Taxi-App eine Fahranzeige zu schalten. Juhu! Es klappte auf Anhieb und ein Fahrer sagte uns zu (Am Rande: Die App „GrabTaxi“ ist für technikaffine Menschen ein Traum. Taxifahrer-Livetracking ist so cool). Wir schafften es pünktlich zum Flughafen.
Am Flughafen selbst machte ich das, was man am Flughafen am häufigsten macht: Ich wartete. Mein Flug hatte im Endeffekt 75min Delay.
Am Ende meiner Wartezeit schaltete ich in vorauseilendem Gehorsam noch vor dem Boarding mein Telefon ab und stellte mich an. Ich hatte Platz 1A, also ganz vorne links, Fensterplatz. Endlich mal was sehen! Das Wetter war mir gnädig und ich hatte einen wundervollen Ausblick auf viele kleine Inseln, das Meer und noch mehr Meer. Kurz vor Bohol kam dann Mistwetter und Dunst. Nach der Landung fand ich mich wieder im Regenparadies. Meine Stimmung sollte das aber nicht drücken. Urlaub, baby! Und Regen hört ja auch wieder auf. Ganz sicher!
Ich griff in meine Tasche, um das Handy wieder einzuschalten, während ich auf das Gepäck wartete. Nichts da. Weg. Panisch durchsuchte ich mein Handgepäck. Nichts. Ausser den Kofferboys gab es kein Flughafenpersonal an diesem Provinzflughafen, welches ich hätte fragen können. Ich war so sauer auf mich selbst. Ich habe noch nie mein Telefon verloren. Auch spätere Nachforschungen bei Airline und Airport blieben erfolglos. Es war und blieb weg.
Ruhe in Frieden, mein Nexus S. Das waren wunderbare 3 Jahre und 9 Monate, die wir zusammen hatten 🙁

In diesem Sinne beschliesse ich den Beitrag für heute. Ich hänge zwar noch 6 Tage nach, aber das muss jetzt erstmal reichen. Bis morgen!

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