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Ich und (m)ein E-Lastenrad (2)

Die vergabe der Lastenräder wurde von verschiedenen beauftragten Organisationen oder Firmen übernommen, in manchen Fällen auch von Mitarbeitern der örtlichen Stadtverwaltung. So auch bei der Kommune, bei der ich arbeite.

Es kam nur wenige Wochen nach meinem zweiwöchigen Test in Frankfurt eine Rundmail eines Mitarbeitenden meines Arbeitgebers, der den Verleih dort durchführt. Er hat die Räder, die nicht abgeholt oder zu früh zurückgegeben wurden (zum Beispiel weil sie für den Ausleihenden zu unhandlich waren) für die Restlaufzeit zum Verleih unter den Mitarbeitenden angeboten. Das musste ich mir selbstverständlich nicht zwei mal sagen lassen.

Einen oder zwei Tage später stand ich dort auf der Matte und habe mir das Monstrum abgeholt, was ihr oben im Beitragsbild bestaunen könnt. Ich habe schon im anderen Beitrag anklingen lassen, dass das Riese + Müller Lastenrad noch im nachhinein in der Wertigkeit gestiegen ist -dieses Modell hier ist der Grund dafür. Aber ich reiße das mal halbwegs ordentlich runter:

Pro

  • Abschließbares Transportfach erinnert an einen Kofferraum, ist sehr praktisch um den Einkauf auch mal drinnen zu lassen, wenn man mehrere Geschäfte besucht.
  • Gleicher Motor, gleiche Bedieneinheit, die ich auch schon kannte
  • Ebenfalls Riemenantrieb

Contra

  • Das abschließbare Transportfach ist genau dann problematisch, wenn man etwas größere/sperrige Dinge transportieren möchte. Der Deckel (mit Hydraulik) lässt sich dann nicht schließen, nicht halb auflegen und das Rad somit auch nicht fahren, wenn der Deckel nicht zu schließen ist. Der Transport eines Stuhls beispielsweise ist damit eigentlich nicht möglich.
  • Der Deckel klappert beim fahren, und das nicht wenig
  • Der Ständer an diesem Modell ist totaler Murks, weil er sich IN BEIDE RICHTUNGEN klappen lässt. So richtig schön fest auf Kante fahren und dann hochbocken (damit es in meine Garage passt zB) war sehr, sehr schwierig, weil man schnell den Klappmechanismus in die andere Richtung ausgelöst hat. Ich habe mich über dieses Teil mehrfach geärgert.
  • Mein Hauptkritikpunkt:
    Dieses Modell von Urban Arrow war mein zweites Modell jemals, und ich habe für mich deutliche Unterschiede in der Wertigkeit entdeckt. Alles wirkte ein bisschen „billiger“, wenn nicht die gleichen Teile verbaut waren. Im Endeffekt kann das eigentlich nicht sein, weil die Räder mindestens genau so teuer sind. Aber Sattel und Lenker, alles war irgendwie…weniger cool. Für mich persönlich hat es jedenfalls schon gereicht, um mich nicht weiter mit der Marke Urban Arrow auseinanderzusetzen.
Hier schepperts, aber gewaltig! 😀
Auch hier: Das Limit auf gerader Strecke

Mir ist noch etwas anderes sehr deutlich aufgefallen, was den ganzen Rädern, die auf 25 km/h Unterstützung begrenzt sind, anheim fällt: So sehr man Steigungen zügig und beinahe anstrengungsfrei hinauffahren kann, so schnell man von der Ampel wegkommt und so sinnvoll ich es mit Last finde: Mit meinem normalen Rad fahre ich öfter schneller als diese 25 km/h, was dann besonders auffällt. Ich fühle mich dann hart gebremst.

Fazit

Das war also mein zweites Erlebnis. An diesen Eindrücken wollte ich euch auch noch teilhaben lassen. Auf ein drittes Erlebnis warte ich seither noch sehnsüchtig, aber es wird sich sicher noch mal etwas ergeben.

Bis dahin!

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